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Das Gefühl, nicht mehr alleine zu sein

620 Euro, die während der Grimmaer Stadtratssitzung am Mittwoch als Spenden zusammenkamen, wurden gestern in Colditz den Geschädigten übergeben, deren Einrichtungen am vergangenen Wochenende durch rechtsradikale Kräfte zerstört wurden. Neben Grimmas Bürgermeister Matthias Berger, Pfarrer Christian Behr und dem FDP-Kreisvorsitzenden Olaf Bonk waren auch Grimmaer Stadträte und Vertreter von Jugendorganisationen bei der Solidaritätsbekundung in Colditz mit vor Ort. Auch Colditz‘ Bürgermeister Manfred Heinz bekundete sein Mitgefühl mit den Betroffenen.

„Es sind Brandsätze geflogen, und es splitterte Glas, es war wie eine kleine Reichskristallnacht“, sagt Bürgermeister Berger. „Diesmal muss es uns als Gesellschaft gelingen, so etwas zu verhindern.“ Die Grimmaer kamen unter dem Motto „Wo wir stehen, kann kein Nazi stehen“. Die Geschädigten – so auch die Inhaber des Döner-Ladens, in dem die Grimmaer gestern gleich einen Imbiss einnahmen – hätten sich über die Solidarität sehr gefreut und das Gefühl ausgedrückt, nicht mehr alleine zu sein, sagt Berger.

5.04.2008